Gastvortrag Dr. Jenny Öhman

Die Bedeutung der Kriegsbeute für Schweden im Dreißigjährigen Krieg

Als der schwedische König Gustav II. Adolf am 6. November in Lützen fiel, trug er ein Koller (Wams) aus Elchhaut. Seine Leiche wurde geplündert und das Koller kam als Trophäe nach Wien. Dort wurde es in der Schatzkammer, im Zeughaus, im Kunsthistorischen Museum und im Heeresmuseum im Arsenal verwahrt. Nach dem Ersten Weltkrieg war die Not in Wien groß und viele Länder schickten mittels Hilfsorganisationen Lebensmittel und Geld in die neu gegründete Republik, so auch Schweden. Österreich wollte sich für die großzügige Hilfe bedanken, aber es fehlte das Geld dazu. Daher wählte man andere Mittel: So wurde u.a. der Kaiser Ferdinand Platz in Schwedenplatz umbenannt. Das kostbarste Geschenk war aber das Koller Gustav Adolfs, das Schweden im Frühling 1920 als Geschenk zurückerhielt Heutzutage ist es in der Leibrüstkammer in Stockholm ausgestellt.

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 09:45 -11:15 Uhr
Hörsaal 42, Hauptgebäude der Universität Wien